Cover zu "Spielende Götter" von Alessandra Reß, Verlag ohneohren. Zeigt Interface-Elemente und schemenhafte Figuren mit Umhängen in einer sepiabraunen Umgebung

Spielende Götter, der Director’s Cut

„Spielende Götter“ ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Was hat sich verändert, was ist geblieben? Hier gibt’s Antworten. Es fällt mir schwer, bei meinen Romanen den einen Punkt auszumachen, von dem aus sie sich entwickelt haben. Die meisten haben ihre Ursprünge in einer Vielzahl von Notizen, Geschichten, Träumen oder Schreibübungen. Meine Virtual-Reality-Fantasy „Spielende Götter“ stellt hier keine Ausnahme dar. Es muss ziemlich genau zehn Jahre … Spielende Götter, der Director’s Cut weiterlesen

[Bericht] FBM und BuCon 2022

Was war, was bleibt, was ging Berichte über die Frankfurter Buchmesse (FBM) und den BuchmesseCon (BuCon) haben auf diesem Blog eine gewissen Tradition. In den letzten beiden Jahren fielen sie jedoch kurz aus: 2021 fand der BuCon „nur“ digital statt, die FBM in abgespeckter Version. 2020 hatten beide ein digitales Alternativprogramm zu bieten, außerdem fand ich damals viel Lob für die generelle Anpassungsfähigkeit der Buch- … [Bericht] FBM und BuCon 2022 weiterlesen

Hopepunk 2022 / Planet Democracy

Hopepunk damals und heute + eine Besprechung zur „Planet Democracy“-Themenausgabe der Mithila Review (1) 5 Jahre Hopepunk Die Sache mit den Monatsansichten hat den Vorteil, dass ich bei einigen Begriffen gut nachvollziehen kann, wo bzw. wann ich ihnen das erste Mal substantiell begegnet bin. Im Falle von Hopepunk müsste das im Januar 2019 gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits Einjähriges gefeiert und interessanterweise … Hopepunk 2022 / Planet Democracy weiterlesen

Zeitreisende Briefe, Romane als Zeitreisen

Über „Das also ist mein Leben“ von Stephen Chbosky, „Verlorene der Zeiten“ von Amal Eh-Mohtar und Max Gladstone … und noch ein paar andere Romane Ich habe in den letzten Wochen (u. a.) zwei sehr unterschiedliche Romane gelesen: Stephen Chboskys „Das also ist mein Leben“ sowie „Verlorene der Zeiten“ von Amal El-Mohtar und Max Gladstone. Das eine ist ein erstmals 1999 veröffentlichter Coming-of-Age-Roman, auch bekannt … Zeitreisende Briefe, Romane als Zeitreisen weiterlesen

„Sonnenseiten“ und Solarpunk-Mythen

Anlässlich der Veröffentlichung der „Sonnenseiten“-Anthologie verliere ich ein paar Worte zum darin enthaltenen Essay sowie der angefallenen Recherche. Mit „Sonnenseiten: Street-Art trifft Solarpunk“ erscheint morgen die erste deutschsprachige Anthologie mit Solarpunk-Fokus. (Und vermutlich auch die erste mit Street-Art-Fokus, zumindest in Verbindung mit SFF.) 22 Autor*innen erzählen darin ihre Zukunftsvisionen, herausgegeben wird die Anthologie von Jule Jessenberger, Tino Falke und dem Münchner Schreiberlinge e. V. Ein … „Sonnenseiten“ und Solarpunk-Mythen weiterlesen

[Bericht] Mit Kohle und Dampf nach Sayn, Edition 2022

Mein Verhältnis zum Steampunk ist ambivalent. Als ich um 2010 anfing, die Offlineseiten der Phantastik-Szene zu entdecken, also auf Conventions herumlief und Stammtische besuchte, erlebte der Steampunk gerade eine kleine Hoch-Zeit. Die Hoffnungen, die damals selbst größere Verlage u. a. durch die „Hugo Cabret“-Verfilmung mal kurz in das Genre setzten, wurden zwar nicht erfüllt. Mit einem eigenen Feder&Schwert-Imprint und später entsprechenden Schwerpunkten bei ohneohren, Art … [Bericht] Mit Kohle und Dampf nach Sayn, Edition 2022 weiterlesen

[Random 7] Jugend-Dystopien

Heute ist Welttag der Jugend. An diesem Tag machen laut BPB „die Vereinten Nationen auf die Interessen junger Menschen und deren politische Beteiligung aufmerksam“. Und ich nehme das zum Anlass, auf sieben Jugendromane aufmerksam zu machen. Da das ein sehr weites Feld ist und ich mir nicht das ganze Material für etwaige kommende Jugend-Welttage nehmen möchte, grenze ich es auf Jugend-Dystopien ein. Das scheint mir … [Random 7] Jugend-Dystopien weiterlesen

Sommeransichten 2022

Veranstaltungen fanden statt, Auszeichnungen wurden verliehen oder angekündigt, KI-Übersetzungen haben ihre Tücken, Subgenres entwickeln kollektive Identität, Monarchien sind voll 1580er, Hexen wissen zu gefallen u. v. m. Na, alle am Schwitzen? Ein heißer und trockener Monat geht zu Ende, der Sommer ist auf dem Zenit und damit ist es an der Zeit für die (ersten!) Sommeransichten. Präsent und hybrid Auch wenn man nicht sagen kann, … Sommeransichten 2022 weiterlesen

[Random 7] Gelesene Bücher 2022, Pt. 1

2022 feiert sein Bergfest* und das heißt: Es ist Zeit für meinen Rückblick auf sieben in der ersten Jahreshälfte gelesene (und gehörte) Romane. Es war lesetechnisch ein gutes Halbjahr, bis auf „Willow“ würde ich alle konsumierten Romane im 4- und 5-Sterne-Bereich anordnen, wenn ich so ein System nutzen würde. Trotzdem brauche ich weiterhin lange zum Lesen und vor allem zum Hören; ich bin schon fasziniert … [Random 7] Gelesene Bücher 2022, Pt. 1 weiterlesen

Plakat mit Aufschrift "Is this just fantasy? - re:publica 22"

[Bericht] re:publica 2022

Vom 8. bis 10. Juni fand die re:publica 2022 statt. Ich rekapituliere. 2018/2019 war ich im Barcamp- und Konferenzfieber. Ich genoss es, hier auf interessante Themen gestoßen zu werden, ohne aktiv nach ihnen suchen zu müssen, und so neue Dinge zu lernen. Dabei schaute ich mir auch einige Livestreams der re:publica an, einer Kreuzung aus Festival und Konferenz rund um verschiedene Themen aus (Netz-)Politik, Medien, … [Bericht] re:publica 2022 weiterlesen

7 Gründe, „The Last Witch Hunter“ zu schätzen

Vin Diesel als Axt im Hexenwalde – wer kann dazu Nein sagen? Offenbar eine ganze Menge Leute, denn wenn ich in Social Media mal auf Diskussionen zum Urban-Fantasy-Streifen „The Last Witch Hunter“ stoße, handelt es sich meistens weniger um Diskussionen, sondern mehr um Rants. Irgendwie scheint der Film nicht sonderlich beliebt zu sein, was mir völlig unverständlich ist! Okay, das stimmt nicht ganz. Mir fallen … 7 Gründe, „The Last Witch Hunter“ zu schätzen weiterlesen

Frühlingsansichten 2022

Drei Monate sind die letzten Monatsansichten her. Einerseits war es erleichternd, nicht mehr monatlich diese Großbaustelle anzugehen, andererseits habe ich trotzdem jeden Monat ein paar Eckthemen / Beiträge / Artikel usw. gesammelt. Diese nun im Trello-Board versauern zu lassen, ist auch irgendwie schade. Also versuche ich etwas Neues bzw. greife viel eher auf meine altbewährte und bereits angedrohte Lösung zurück: Ich wähle den MITTELWEG! Heißt, … Frühlingsansichten 2022 weiterlesen

Cover zum Carlsen-Manga "Interview mit einem Vampir. Claudias Story" von Anne Rice und Ashley Marie Witter(zeigt ängstlich wirkendes Mädchen in dunklem Raum), daneben Cover zu Michael Moorcocks "Elric of Melniboné. The Elric-Saga 1", zeigt weißen Mann mit großem Schwert,

Grimdark und Dark Fantasy: Abgrenzungen

Im Diskurs verschwimmen Dark Fantasy und Grimdark Fantasy und ich wage zu prophezeien, dass Dark Fantasy (wieder) zu einem allgemeinen Sammelbegriff wird. Die Ursprünge beider Subgenres ab den 90er Jahren sind jedoch verschieden. Ein Blick auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Das Düstere ist tot, lang lebe das Düstere: Während einerseits munter Utopien und wholesome fantasies beschworen werden, erfreut sich zugleich das Finstere großer Beliebtheit. Unwahrscheinlich, dass … Grimdark und Dark Fantasy: Abgrenzungen weiterlesen

Klassiker-Reread: Esther Rochons „Der Träumer in der Zitadelle“ (1/3)

Ein neues Jahr, ein neuer Klassiker-Reread: 2020 widmeten Peter Schmitt und ich uns in einem Mail-Gespräch eingehend Joy Chants „Wenn Voiha erwacht“, 2021 war die komplette „Erdzauber“-Trilogie von Patricia A. McKillip an der Reihe. Und damit ist jetzt quasi eine Tradition etabliert. 2022 führen wir sie mit „Der Träumer in der Zitadelle“ fort, einem 1977 bei Heyne veröffentlichten Kurzroman der frankokanadischen Schriftstellerin Esther Rochon. Die Geschichte … Klassiker-Reread: Esther Rochons „Der Träumer in der Zitadelle“ (1/3) weiterlesen

Novelizations: Fanservice in Romanform

Wer schrieb die deutschsprachige „Willow“-novelization, warum haben Film-Romane einen weniger guten Ruf und was kann bei der Erstellung so alles schief gehen? Ein paar Antworten gibt es in diesem Beitrag. Titel aus Öffentlichen Bücherschränken machen inzwischen einen nicht geringen Anteil an meinem Lesematerial aus. Auf diese Weise gerate ich an seltsame Genre-Mischungen, an Klassiker mit einprägsamen Coverbildern, an überraschend gefällige Teenie-Vampir-Novellen – kurzum: an Romane, … Novelizations: Fanservice in Romanform weiterlesen