Einerseits, andererseits: Das MCU

Sieben nicht so tolle und sieben umso bessere Aspekte des Marvel Cinematic Universe (MCU) bis Phase 3. Spoiler ahead!

Für einige Blogbeiträge brauche ich lange. Für einige Blogbeiträge brauche ich sehr lange. Und für einige Blogbeiträge brauche ich so lange, dass sie irgendwann im Blogovana verschwinden, bis ich sie aufgrund eines Twitter-Chats wieder hervorkrame.

In die letzte Kategorie fällt dieser Beitrag hier.

Im April/Mai 2020 geschah es, dass ich im ersten Lockdown in meiner Wohnung herumsaß. Ich machte Kissenfotos, baute mein Zimmer Zoom-tauglich um, reaktivierte meinen Duolingo-Account, spielte noch häufiger als sonst „Age of Wonders 3“, schaffte mir einen Backofen an und kam dank der Familie temporär in den Genuss eines Disney+-Abos. Letzteres war sodann der Auslöser für einen ausgedehnten MCU-(Film-)Rewatch. Im Verlaufe der Filme habe ich angefangen, mir Bemerkenswertes zu notieren und beschlossen, daraus einen Blogbeitrag zu machen. Nicht, dass ihn dir Welt noch bräuchte nach den drölftausend Videos, Podcasts, Artikel und sonstigen Posts, die das MCU in allen Facetten beleuchten. Aber nun, ich hatte Rede- bzw. Schreibbedarf und vielleicht gäbe es da draußen ja doch noch drei Leute, die meine Sicht auf das Ganze interessiert.

Allerdings war mein Verhältnis zum MCU so ambivalent, dass besagter Beitrag immer länger und länger wurde, bis er irgendwann so ausgeufert war, dass ich ihn nicht mehr mochte. Also hab ich ihn liegen lassen, ein halbes Jahr später einen neuerlichen Rewatch gestartet, den Beitrag von vorne angefangen und … war erneut unzufrieden.

Wieder ließ ich den Beitrag liegen. Doch dann startete die vierte Phase und mit „WandaVision“ kehrte die Lust aufs MCU zurück. Ich wandelte den Beitrag in ein „7 vs. 7“ um, das heißt ich wollte sieben Aspekte am MCU beschrieben, die ich mag und sieben, die ich … weniger mag. Soweit der Plan. Das war irgendwann 2021.

Ähm, ja. Inzwischen ist selbst „WandaVision“ quasi Schnee von gestern (wenn auch sehr ansehnlicher). Aber es begab sich Anfang des Jahres, dass ich mit fellow Autorenkollege Tino Falke ins Gespräch über Marvel und DC kam. In diesem Verlaufe ermunterte ich ihn, einen Beitrag zu einer gewissen populären DC-Figur zu verfassen, und er ermunterte mich, endlich diesen Beitrag hier zu Ende zu schreiben.

Ok.

Um den Beitrag einzuufern, beschränke ich mich auf die Phasen 1 bis 3 und hier nur auf die Filme. Vieles von dem, was ich kritisiere, macht das MCU inzwischen schon besser. Aber das ignoriere ich (weitgehend)! Sonst wird das hier nie was …

Es geht los.

Teil 1: 7 Aspekte des MCU, die ich nicht so mag

(1) Das Demokratiedebakel

Das MCU hat ein ähnliches Problem wie viele High-Fantasy-Romane (mit denen es eh viel gemeinsam hat): Es erzählt schöne Geschichten von edlen, starken Menschen (bzw. von edlen, starken Humanoiden, Bäumen und Waschbären). Nur enden solche Geschichten meistens damit, dass diese Leute zu edlen, starken Anführer_innen hochstilisiert werden, womit ich immer ein gewisses Problem habe. Ich finde Demokratie trotz aller Fehler aus Mangel an Alternativen schon ziemlich sexy, aber eigentlich vermittelt einem das MCU laufend, dass Demokratie entweder zum Scheitern verurteilt oder eine Farce ist. Selbst innerhalb der Avengers schlagen sie sich die Köppe ein und scharen sich um Anführer, sobald es darum geht, einen Konsens zu finden, der nicht nur aus „da sind Aliens, wir müssen sie platt machen“ besteht (siehe „Captain America: Civil War“). Und irgendwie geht man als Zuschauer damit auch schnell d’accord, wechselt auf die Seite #TeamCap – die Seite des edlen, undemokratischen Helden – und findet es völlig sinnvoll, wenn Valkyrie am Rande des Geschehens und ohne Einbeziehung des Volkes zur neuen Herrscherin von Asgard ernannt wird.

(2) Übermenschentum

Dass das Demokratiedebakel so bereitwillig angenommen wird, hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir stattdessen eine Riege schicker, pathetischer und geistig wie körperlich fitter Held_innen präsentiert bekommen, die zwar ihre Fehlerchen zugesprochen bekommen, aber eben doch gerade übergut genug sind, um als perfekte Herrscher durchzugehen. Und da der Großteil von ihnen mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet ist, akzeptieren wir auch den moralischen Bruch zur Realität. Klar wissen solche Typen besser als das gemeine Volk, was gut für die Erde (und den Rest des Aktuell-noch-Universums) ist! So etwas liegt in der Natur der Superhelden-Filme und wer damit ein größeres Problem hat, sollte vielleicht besser was anderes schauen. Trotzdem fällt mir das beim MCU schwerer zu akzeptieren als bei den X-Men oder Nolans Batman, die deutlich kritischer mit dem trope umgehen.  

(3) We’re all living in America

Auch wenn ein paar internationale und intergalaktische Leute mitmischen dürfen und es muntere Abstecher nach Europa, Afrika und Asien gibt, sind die Avengers in erster Linie ein ziemlich amerikanischer Haufen. Das ist vor dem Hintergrund der Filme und Comics irgendwo verständlich,  und ich bin sogar bereit, diesen patriotischen Cap-Symbolismus zu akzeptieren. Aber es ist auf die Dauer schon frustrierend, wie andere Länder zu Kanonenfutter (Sokovia) oder Nebenschauplätzen degradiert werden (Wakanda), nur dafür herhalten, Elend zu zeigen (Indien) oder hart verkitscht werden (Niederlande, Italien). Von den Planeten, die am Rande des Geschehens ihr Leben lassen, fangen wir hier gar nicht an.

Noch frustrierender finde ich aber, wie Apparate der internationale Zusammenarbeit – namentlich die Vereinten Nationen und später der GRC – zu Witzfiguren werden bzw. wiederum ethisch wertvolle Superhelden-Ansprachen brauchen, um zu funktionieren. Auch von Wakandas Öffnung zur Welt bemerken wir letztlich herzlich wenig. Gerade auf der Erde wird trotz galaktischer Bedrohungen immer noch national gedacht.

(4) Diskontinuität

Ich mag Taika Waititi und hatte viel Spaß mit „Ragnarök“. Allerdings mochte ich auch die ersten beiden „Thor“-Filme und deren Kenneth-Branagh-Shakespeare-Look[1]; tatsächlich waren sie von den Einzelhelden-Filmen meine Favoriten, und selbst wenn sie es nicht gewesen wären, würde mich immer noch der plötzliche Bruch in Thors Figurenzeichnung stören. Ich will nicht, dass er die Guardians mit „Was seid Ihr denn für Hirnies?“ begrüßt, ich will irgendeinen gestelzten Spruch mit Pseudomittelalter-Flair, verdammt! Der Wechsel weg von Schmalzlöckchen hin zu guardianreskem Humor mag erfolgreich gewesen sein, und er hat den Übergang zum Zusammentreffen zwischen Thor und den Guardians erleichtert. Trotzdem stören mich solche Brüche und Diskontinuitäten sehr. Dazu zählt für mich auch, dass manche Figuren zwischendurch vergessen werden[2] oder sich die Avengers doch sehr partiell für Bedrohungen interessieren. Stelle mir gerne vor, wie Iron Man mit Chips auf der Couch saß, während Malekith fast London plattgemacht hat. Und warum konnte eigentlich niemand der vielen Held_innen Spider-Man in „Far from home“ beistehen? Und warum hat sich Wanda nicht mal an Falcon und Bucky gewandt bzw. umgekehrt? Ach wait, falsche Phase … (P. S.: Mir ist klar, dass man ein paar solcher Ungereimtheiten in Kauf nehmen muss, weil es halt witzlos wäre, wenn Iron Man Thor die Arbeit abnähme. Aber ich spreche hier als Fan, nicht als rationale Autorin o. Ä.)

(5) Das böse Böse

Unter den Heldenfiguren gibt es einige, die eine durchaus spannende Entwicklung durchlaufen (siehe „Welten- und Figurenentwicklung“). Von den Villains kann man das nicht gerade behaupten. Wenn’s hochkommt, wird ihnen irgendeine halbgare Story auf den Leib geschneidert, wie sie böse wurden, weil sie als Kind beim Baden auf dem Stöpsel sitzen mussten oder sowas. Damit hat man dann die Rechtfertigung und ein bisschen Tragischer-Held-Topos, aber doch nicht so viel, dass die Helden sie nicht guten Gewissens vernichten dürften. Die einzigen Bösewichte, die mich überzeugt haben, waren Zemo, Loki (der sich gleichwohl oft himmelschreiend unlogisch verhält) und vielleicht noch Alexander Pierce. Okay, zwischendurch hat auch Thanos die Kurve bekommen, in „Infinity War“ war er schon irgendwo ein Bösewicht zum Gernhaben. Für Lichtblicke sorgen außerdem ein paar Semi-Villains wie Nebula oder Ghost, von denen wir hoffentlich noch mehr sehen werden.

Trotzdem ist es schade, wie viel Potential da verschenkt wurde. Was hätte man nicht aus Malekith machen können! Oder aus Proxima Midnight und Ebony Maw, die in „Inifinity War“ ziemlich aus dem Nichts eingeführt werden.

(6) Die Frauenfrage

Auch wenn sich Marvel in den jüngeren Veröffentlichungen um mehr Repräsentation bemüht, kann das doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es bei den Avengers und allen drumherum mit einer arg weißen, männlichen und able-bodied Truppe zu tun haben. In Sachen weiblicher Repräsentation wurde versucht, mit dieser denkwürdigen Szene in „Endgame“ Wiedergutmachung zu betreiben, in der alle weiblichen Figuren Captain Marvel zur Seite stehen. Hm. Joa, soll wohl Leute geben, die das mochten, ich fand‘s eher peinlich. Die vergleichbare Szene in „Infinity War“ („she’s not alone“) ist cool, aber die in „Endgame“ wirkte extrem aufgesetzt (meines Wissens wurde sie sogar nachgedreht) und sie ändert nichts daran, dass es im MCU kaum gezeigte Freundschaften zwischen Frauen gibt. Es gibt so viele Buddyszenen zwischen Cap und seinen Kumpels, warum hatten wir sowas nie zwischen Black Widow und Wanda?[3] Oder zwischen Gamora und Mantis? Der einzige Lichtblick, mit Ausnahme vielleicht von „Captain Marvel“, war die Beziehung zwischen Nebula und Gamora.

(7) Kostümcringe

Wahrscheinlich bin ich einfach zu wenig in den Comics drin, um die Freude darüber zu verstehen, wenn Kostüme back to the roots gehen, sprich noch alberner aussehen als eh schon. Auch diese Pokémon-Evolution, wenn Held ein LevelUp mit einem fancy Umhang oder sexy Kleid feiert, finde ich irgendwie eigenartig. Aber von mir aus. Es sind Comicverfilmungen und ich habe schon Batnippel gesehen, also was soll’s.

Teil 2: 7 Aspekte des MCU, die ich gern mag

Genug gemeckert. Hier nun die Punkte, aufgrund derer ich das MCU trotzdem sehr schätze:

(1) Teamliebe

Die Avengers sind die Gemeinschaft des Rings des MCU und sie üben auf mich denselben Reiz aus: Das MCU ist eine große Ansammlung von Buddy-Storys und für solche habe ich eine Schwäche. Aus diesem Grund habe ich so viele Drachenlanze-Romane gelesen, aus diesem Grund kann ich sogar der Chronik der Unsterblichen einiges abgewinnen und aus diesem Grund werde ich auch das MCU nicht zum letzten Mal durchgeguckt haben. Es ist den Autor_innen und Regisseur_innen gelungen, Figuren zu erschaffen, die einerseits für sich stehen können, andererseits aber erst durch die Interaktionen miteinander ihren kompletten Reiz entfalten. Diese Interaktionen können selbst ansonsten langwierige Actionszenen unterhaltsam machen.[4]

Illustration von Black Widow, Bruce Banner, Iron Man, Captain America und Hawkeye. Iron Man hat eine Handpuppe gebastelt und fuchtelt damit vor Bruce herum.
„The Avengers“ von kanapy-art unter CC BY NC ND 3.0 via DeviantArt

(2) Ironie und Ernsthaftigkeit

Ich habe ein Problem damit, wenn sich Heldengeschichten zu ernst nehmen. Dann ist der Pathos nicht weit, und meist sorgt es dafür, dass einem Aspekte wie das Demokratiedebakel, Übermenschentun usw. umso negativer auffallen. Das halte ich für einen der Knackpunkte, weshalb die DCU-Filme weniger gut als das MCU funktionieren.[5] Die Lösung heißt Selbstironie – und die hat das MCU zur Genüge. Die Gefahr ist allerdings groß, die richtige Dosis zu verfehlen uns ins Alberne abzudriften. Manchmal hat das MCU nur knapp die Kurve bekommen („Thor: Ragnarök“), manchmal meinem Geschmack nach gar nicht („Guardians of the Galaxy 1“). Meistens hat die Mischung jedoch funktioniert.

(3) Detailreichtum (und Parallelen)

Dass ich so einen Spaß daran habe, zumindest einen Teil der Filme immer wieder anzuschauen, hängt auch damit zusammen, dass es viele kleine Details zu entdecken gibt, die mir beim ersten (und zweiten, dritten, …) Anschauen nicht aufgefallen sind. Es ist schon ein verdammt gutes Zeugnis fürs Storytelling und die Team-Zusammenarbeit, wie es gelungen ist, Hinweise und Anspielungen auf Elemente einzuflechten, die erst zehn Jahre später wieder relevant wurden. Klar gibt es auch mal Unstimmigkeiten, aber im Gros fügt sich das alles bemerkenswert zusammen.

Besonders mag ich, wie das MCU mit Parallelen zwischen Figuren arbeitet und damit aus einer seiner Schwächen eine kleine Stärke macht. Das vielleicht auffälligste Beispiel betrifft Gamora und Natasha. Via YouTube habe ich vor „Infinity War“ diverse Spekulationen dazu mitbekommen, wie wohl das Zusammentreffen zwischen diesen beiden sehr ähnlichen Figuren ablaufen würde. Letztlich lief es gar nicht ab, die beiden sind sich nie begegnet. Das ist schade, aber dafür haben wir einen dieser schönen (oder in diesem Falle nicht so schönen) Parallelmomente bekommen: In „Infinity War“ stirbt Gamora bekanntlich unfreiwillig für den Seelenstein – meiner Meinung nach eine der ergreifendsten Szenen im MCU. In „Endgame“ erleidet Natasha dasselbe Schicksal, aber hier wird es in Dialog wie Optik trotz aller Düsternis auch mit Hoffnung, Freundschaft und Selbstaufopferung verbunden. Pathetisch, klar. Aber auch clever.

Eine ähnliche, weniger auffällige Parallele betrifft die Liebespaare Wanda/Vision und Proxima Midnight/Corvus Glaive. Wenn man in „Endgame“ genau hinschaut, kann man einmal im Hintergrund sehen, wie Proxima Midnight ihren Partner in sehr ähnlicher Pose betrauert wie Wanda ihren Vision in „Infinity Game“ – ehe sie sich, wie wiederum zuvor Wanda, wortwörtlich in Luft auflöst.

(4) Welten- und Figurenentwicklung

Ich habe einige Zeit gebraucht, um das MCU für mich zu entdecken. „Iron Man“ gefiel mir gar nicht, „Captain America: The First Avenger“ fand ich von der Prämisse her seltsam und Hulk hat mich einfach ratlos zurückgelassen.[6] Einzig mit „Thor“ konnte ich mich nachhaltig anfreunden. Aber dann bekam ich die DVD von „Avengers“ geschenkt und fand es schon da interessant, wie sich die aus Einzelfilmen bekannten Figuren fortentwickelt haben.

Diese Entwicklung der Figuren, ihrer Beziehungen und vor allem auch der im Wandel begriffenen Erdenwelt, haben für mich im Folgenden mit den größten Reiz ausgemacht – selbst bei Figuren, die ich für sich genommen nicht so spannend fand. Wahrscheinlich habe ich gerade deshalb zugleich ein Problem mit den weiter oben erwähnten Brüchen.

Iron Man sieht sich seinem eigenen Anzug gegenüber (Illustration)
„The Suit and I“ von kanapy-art unter CC BY NC ND via DeviantArt

(5) Fanservice

Szenen wie das Zusammentreffen zwischen den Avengers und den Guardians, oder der Kampf zwischen Thor und Gladiatoren-Hulk sind, selbst wenn sie einen Zweck innerhalb der Story verfolgen, letztlich purer Fanservice. Vor allem nach hinten hin gab (und gibt) es viele solcher kleinen und großen Momente, und das Hoffen auf sie macht ebenfalls einen Teil des MCU-Reizes aus (wie auch die Fankultur insgesamt)[7] – obwohl sich sicher jeder hier und da noch mehr gewünscht hätte (siehe meine Wanda/Natasha-Enttäuschung).

(6) Wider dem Utilitarismus

Utilitarismus meint hier grob gesagt, das Wohl einer Masse an Personen über das des Einzelnen oder weniger zu stellen. Hätte man die Wahl, ob das autonome Auto eine Person oder fünf erfasst, würde man dem Utilitarismus nach entsprechend Version 1 wählen. Das erscheint zunächst logisch und diese Ethik scheint mir zuletzt ein Revival zu erleben, ich finde sie als grundsätzlichen moralischen Maßstab aber problematisch. In den Marvel-Filmen, v. a. in „Civil War“, wird das Dilemma immer mal wieder thematisiert. Wenn man die ganzen Kollateralschäden bedenkt, zwar nicht wirklich konsequent, aber immerhin. As mentioned before, nicht in jeder Hinsicht #TeamCap, in dieser aber durchaus.

(7) Es kennt seine Probleme

Zu guter Letzt: Das MCU ist selbstreflexiv. Es weiß um seine Probleme und geht sie nach und nach an – manchmal eher halbherzig oder mit symbolischem Charakter, aber gerade seit Phase 4 tut sich hier sowohl strukturell als auch inhaltlich einiges. Also werde ich dem Franchise auch in Zukunft voraussichtlich treu bleiben – wenngleich ich nicht den Anspruch habe, alles sofort anzuschauen.

Und nun? Auch wenn ich gleich viele positive wie negative Aspekte aufgezählt habe, überwiegen für mich die positiven. Das MCU reißt mich mit, und wenn mich etwas mitreißt, kann ich die Kritik ausblenden. Ansonsten würde ich mir das alles ja auch nicht so oft anschauen, ne.

Das war’s mit meinem Rundumschlag. Hab ich’s also tatsächlich noch geschafft, ihn zu Ende zu schreiben.

Voraussichtlich nächste oder übernächste Woche gibt es den bereits angeteaserten nächsten Comic-relevanten Beitrag, dann aus Tinos Feder. Und bis dahin könnt ihr euch ja noch diesen älteren, Marvel-freien Beitrag über einige meiner liebsten Comicverfilmungen durchlesen.


[1] „The Dark Kingdom“ war zwar von Alan Taylor, hat aber trotzdem noch in den Look gepasst.

[2] War es wirklich zu viel verlangt, irgendwann zwischen „Age of Ultron“ und „WandaVision“ mal Quicksilver zu erwähnen? Wenigstens hätte Hawkeye mal irgendeinen pathetischen Satz dazu verloren können, dass Wandas Bruder ihm das Leben gerettet hat oder so’n Kram. Hätte auch die Beziehung zwischen ihm und Wanda in „Civil War“ noch mal unterstrichen.

[3] Ich glaube, ich mag die „She’s not alone“-Szene vor allem deshalb gerne, weil sie das Einzige ist, was wir an Verschwesterung zwischen Black Widow und Scarlet Witch vorgesetzt bekommen. Und es gibt eine gelöschte Szene, in der Wanda eine Jacke von Nat anzieht. Nun ja. Man nimmt, was man kriegen kann.

[4] Wobei sich bei den Actionszenen die Geister offenbar scheiden. Persönlich kann ich z. B. dem Kampf zwischen Iron Man und Hulk in „Age of Ultron“ überhaupt nichts abgewinnen, ich spule ihn inzwischen vor. Aber kenne Leute, die gerade wegen diesem Fight den Film immer wieder anschauen.

[5] Wenngleich ich das DCU nicht so schlecht wie seinen Ruf finde.

[6] Ang Lee gehört zu meinen Lieblingsregisseuren und ich schätze sowohl Eric Bana als auch Jennifer Connelly. Aus diesem Grund kann ich auch dem ersten „Hulk“-Film etwas abgewinnen. Aber ich muss mich darum bemühen. (Und ja, ich weiß, dass er nicht Teil des MCU ist, aber in Zeiten des Multiversums ist ja alles möglich.)

[7] Dass auch diese Fankultur ihre Schattenseiten hat, dürfte dennoch klar sein.

***

Mögt ihr, was ihr lest? Dann zeigt es mir doch mit einer Spende.
Text unter CC BY 4.0
Freue mich bei Verwendung über einen Hinweis.

3 Gedanken zu “Einerseits, andererseits: Das MCU

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