Veränderungen und stuff pt. 2: Anika Beer

Beim PAN-Branchentreffen 2019 war es einer der beliebtesten Workshops: Unter dem Titel „Von Kybernetik und Verhaltensforschung“ berichtete Anika Beer von diverser Creepiness aus dem Reich der Biologie und wie sich diese für Fantasy- und Science-Fiction-Romane nutzen lässt. Die Teilnehmenden hatten ihre Freude daran.

Ihren neurobiologischen Hintergrund merkt man oft auch Anikas Geschichten an, was zumindest für mich ein Stück weit ihr Alleinstellungsmerkmal ausmacht. Schon in ihrem Debüt, dem Vampirroman „Die Blutgabe“ und dessen Fortsetzung „Unberührbar“ wurde das deutlich, und auch in ihren nachfolgenden Fantasy-Jugendromanen – durch die ich erstmals „aktiv“ auf sie aufmerksam wurde – blitzte es immer wieder hervor. Aber natürlich ist das nur ein Aspekt, der ihre sehr vielseitigen Veröffentlichungen ausmacht, die von klassischen Fantasythemen bis hin zu Gegenwartsbelletristik reichen.

Anika Beer
Anika Beer (© Anette Klein)

Reden wir darüber: Im zweiten Teil der Interviewreihe rund um Veränderungen und Co. ist Anika Beer zu Gast:

Interview

1.Liebe Anika, ich denke bei dir als Erstes an deine Fantasyromane – vor allem an „Die Blutgabe“ oder „Wenn die Nacht in Scherben fällt“. Selbst das sind beides schon sehr unterschiedliche Stoffe, darüber hinaus hast du aber auch realistische Gegenwartsliteratur für verschiedene Altersklassen verfasst. Mit anderen Worten: Dich einem bestimmten Genre oder einer Zielgruppe zuzuordnen, ist nicht ganz leicht. Wie kam es zu dieser Vielseitigkeit? Betrachtest du diese als Chance oder bringt sie auch Hürden mit sich?

Liebe Alessandra, erstmal vielen lieben Dank, dass ich an deiner Interviewreihe teilnehmen darf!

Tatsächlich bin ich ganz froh, dass ich mich im Lauf der Jahre, was das Schreiben angeht, nicht auf eine Zielgruppe habe festlegen lassen – obwohl das eigentlich gar keine bewusste Entscheidung war, die ich an einem bestimmten Punkt meiner Laufbahn getroffen hätte. Der Beruf, den ich gelernt habe, ehe ich mich als freiberufliche Autorin und Lektorin selbstständig gemacht habe, ist Neurobiologin und Verhaltensforscherin. Den habe ich gewählt, weil ich gern und aufmerksam beobachte, was um mich herum geschieht. Daraus ergeben sich sehr vielfältige Inspirationsreize, die wiederum zu sehr vielfältigen Formen von Ideen führen, und das spiegelt sich natürlich in den Geschichten, die ich schreibe. Ich lese auch sehr vielseitig und höre sehr verschiedene Arten von Musik, weil mein nimmermüdes Gehirn ständig abwechslungsreichen Input von mir fordert. Das geht nun bestimmt vielen Autor*innen so, aber bei mir kamen darüber hinaus äußere Bedingungen dazu, die begünstigt haben, dass ich diese Ideen nicht nur ausarbeite, sondern sie auch noch veröffentlicht wurden. Meine Agentur zum Beispiel ist sehr offen für jede Art von Romanideen und bietet sie im Zweifelsfall eben erstmal unter Pseudonym an, damit die Verantwortlichen in den Verlagen bei der Prüfung nicht von meinem bisherigen Portfolio beeinflusst werden. Das sagt erstmal nichts darüber aus, ob der Roman dann auch unter Pseudonym erscheint, aber es sorgt dafür, dass das Projekt nach Qualität der Idee und der Ausführung bewertet wird und nicht danach, was sie über mich als Autorin zu wissen oder aus meinen bisherigen Romanen schlussfolgern zu können glauben. Und auf diese Weise habe ich offenbar schon in verschiedenen Genres überzeugen können, worüber ich sehr froh bin.

2.Du hast gerade schon das Thema Pseudonyme angesprochen. Neben deinem Realnamen nutzt du für Veröffentlichungen auch „Franka Rubus“ und „Ana Jeromin“. Weshalb genau haben du bzw. deine Agentur und Verlage sich jeweils für bzw. gegen diese Pseudonyme entschieden?

Pseudonyme werden recht häufig benutzt, um Vorbeurteilungen der Manuskripte zu vermeiden, wenn die Agentur sie bei den Verlagen anbietet. Ob ein Projekt dann nach Vertragsabschluss auch unter Pseudonym erscheint, hat allerdings eher wenig damit zu tun. Da spielen dann andere Überlegungen mit rein: Wenn zum Beispiel zwei Bücher bei verschiedenen Verlagen relativ zeitgleich erscheinen, könnten die sich gegenseitig behindern. Manchmal macht auch der Verlag die Vorgabe, weil sie einen Autorinnennamen exklusiv für sich beanspruchen. Oder man will eben vermeiden, dass durch den Namen bei den Leser*innen direkt Assoziationen ausgelöst werden wie „Die schreibt Jugendbücher – das hier muss also auch ein Jugendbuch sein!“ Oder bei Buchhändlern: „Das letzte Buch hat sich doch schon nur so mäßig verkauft, warum sollte ich mir dieses nun in den Laden stellen?“

Ich persönlich hätte überhaupt nichts dagegen, alle Bücher unter dem gleichen Namen zu veröffentlichen. Aber es macht mir auch nichts aus, Pseudonyme zu benutzen. Der persönliche Fame ist mir da nicht so wichtig, ich bin zu vielem bereit, wenn es hilft, dass meine Bücher die richtigen Leser*innen finden oder vielleicht auch besser umgekehrt.

3.Siehst du in deinen Büchern trotz der Vielseitigkeit bestimmte wiederkehrende Themen oder Motive? Welche sind das und welche Beziehung hast du zu diesen?

Tatsächlich stammen viele meiner Ideen aus der Biologie, auch wenn es nicht immer so offensichtlich ist wie bei „Die Blutgabe“, wo ich ganz konkret einen pseudobiologischen Ansatz für die Erklärung von Vampirismus entwickelt habe. Aber meine Beschäftigung mit Hirnchemie, Verhaltensforschung, Gedächtnisforschung oder ganz allgemein erstaunlichen Kuriositäten, wie sie haufenweise in der Natur zu finden sind, beeinflusst meine Ideen schon sehr stark. Das findet sich in den schwarzen Feen, die ihre Eier in menschliche Wirtskörper legen, damit die Larven sich von deren Emotionen ernähren, aber eben auch in der Bewältigung und Aufarbeitung traumatischer Ereignisse in der Vergangenheit, wie es in meinem Sommerbuch bei Goldmann der Fall ist.

Zudem – wobei ich mir nicht sicher bin, ob man das als echte „Gemeinsamkeit“ bezeichnen kann – war es mir immer wichtig, auch bei der Besetzung der Hauptfiguren vielseitig zu bleiben und für all meine Geschichten genau die Protagonist*innen zu finden, die sie brauchen. Ob es das füllige Punkmädchen mit der Fähigkeit zum Klarträumen ist, der zynische Puppenjunge, dessen Homosexualität ihn immun gegen gefährliche Sirenenmagie macht, oder die ambitionierte Wissenschaftlerin, die sich zwischen Kinderwunsch und Karriere entscheiden muss und deshalb ethisch fragwürdige Entscheidungen trifft: Ich möchte die Botschaft vermitteln, dass jede Geschichte ihre eigenen, ganz besonderen Held*innen braucht, und dass diese Rollen nicht mit Abziehbildern und Allgemeinplätzen besetzt werden können und dürfen. Ich selbst habe in meiner Kindheit und Jugend einige schwere Jahre des Mobbings wegen Übergewichtigkeit erlebt, ich habe mich unterbewusst viel zu lange fertig machen lassen durch vorgelebte gesellschaftliche Konventionen, was den Zusammenhang von traditionellen Partnerschaften und Glücklichsein angeht. Und ich sehe täglich, wie Menschen, die ich schätze und bewundere, mit Ausgrenzungen und Feindseligkeiten zu kämpfen haben, nur weil sie sind, wie sie sind, und leben, wie sie leben. Wenn ich mit meinen Büchern nur einen kleinen Teil beitragen kann, diese Art von Denken zu lockern (von Aufbrechen kann man da leider noch lange nicht sprechen), dann möchte ich diese Chance unbedingt nutzen.

Cover zu "Am Horizon das Meer", zeigt eine Mittelmeerlandschaft mit Küste, Schiffen, Bank und Fahrrad
„Am Horizon das Meer“, erscheint 2021 bei Goldmann, ISBN: 978-3-442-48867-4

4.Inwiefern beeinflussen dich Aspekte wie Verkäuflichkeit oder aktuelle Trends heute stärker oder auch weniger stark als bei früheren Romanen?

Sobald man sich in die professionelle Veröffentlichung begibt, beeinflussen diese Aspekte das Schreiben natürlich mehr als vorher – vor allem in Hinblick darauf, wann welche Idee umgesetzt werden kann. Habe ich mich früher in erster Linie m daran orientiert, was ich am liebsten schreiben wollte, geht es, sobald man mit primär wirtschaftlich planenden Verlagen und Agenturen zusammenarbeitet, auch darum, welche Idee gerade womöglich am besten zu verkaufen ist.

Das bedeutet, ich kann nicht mehr ganz so frei wählen, welches Projekt ich als nächstes in Angriff nehmen möchte. Manche sehr geliebte Projekte fallen so über Monate oder Jahre unter den Tisch. Besonders stark habe ich das gemerkt, als ich noch nicht Lektorin, sondern nur Autorin war und mein Leben buchstäblich davon abhing, halbwegs regelmäßig neue Verträge zu unterschreiben, und es hat sich nochmals verschärft, als ich Mutter wurde und das Geld plötzlich nicht mehr nur für mich allein reichen musste. Das führte so weit, dass ich mir Geschichten zu Themen aus dem Hirn gewrungen habe, mit denen ich mich nicht gut auskannte, und in die ich kaum die Zeit investieren konnte, sie nach dem Schreiben noch einmal zu lesen geschweige denn vernünftig zu überarbeiten.

Ich bin darauf nicht stolz, und ich bin ehrlich gesagt beinahe froh, dass sich besagter Roman am Ende nicht besonders gut verkauft hat. Aber es war eine lehrreiche Erfahrung allemal, und zumindest ist daraus der Entschluss geboren, dass ich ein zweites Standbein brauche, das ich dann im Lektorat gefunden habe – mit dem ich mich, nebenbei bemerkt, sehr wohl fühle. Seitdem biete ich als eigene Romane nur noch Projekte an, hinter denen ich aus vollem Herzen stehen kann, wenn sie veröffentlicht werden. Notfalls warte ich eben, bis der Markt dafür da ist. Das Geld aus dem Lektorat gibt mir die Freiheit dazu.

Ein anderer positiver Aspekt zum Thema Verkäuflichkeit: Dadurch, dass ich mich auf „verkäufliche“ Manuskripte konzentrieren muss und diese erst schreibe, wenn sie auch einen Verlag gefunden haben, bin ich viel stärker als früher gezwungen, Romane auch wirklich fertig zu schreiben und so oft neu zu durchdenken, bis sie funktionieren, statt einfach zu einem anderen Projekt zu wechseln, wenn es mir nicht so gelingt wie ich es mir vorgestellt hatte. Die professionelle Arbeit hat mich also auch eine gewisse Disziplin gelehrt, die mir früher oft gefehlt hat, und dafür bin ich dankbar.

5.Wo wir gerade beim Thema „Zweitstandbein“ als Lektorin sind: Inwiefern bedingen sich die Tätigkeiten als Autorin und Lektorin bei dir gegenseitig?

Als ich mich als Freiberuflerin selbstständig gemacht habe, war ich zunächst nur Autorin und konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich je wieder wollen könnte, dass das anders wird. Aber auch ohne den finanziellen Druck, über den ich ja eben schon etwas gesagt habe, habe ich relativ schnell gemerkt, was ich eigentlich von Anfang an hätte wissen können: Dass Kreativität eben nicht nur von innen kommt. Dass es Input braucht, und zwar möglichst vielfältigen, wenn die eigenen Ideen sich nicht wie in einer Dauerschleife wiederholen sollen.

Nun ist ein zweiter Job nicht zwingend notwendig, um an diese Art von nötigem Input zu kommen. Natürlich ist es möglich, auch ohne ein zweites Standbein zu lesen, sich zu interessieren und zu bilden, Menschen zu treffen und sich inspirieren zu lassen. Aber meiner Erfahrung nach sind die zufälligen Begegnungen, die ein zweiter oder vielleicht sogar dritter Job mit sich bringen, durch nichts zu ersetzen. Es ist das Unerwartete, das das Gehirn reizt, neue Verknüpfungen zu bilden, Neues zu lernen und daraus wieder Neues zu entwickeln.

Was den Job als Lektorin im Speziellen für mich so perfekt macht, ist der „Zwang“, andere Bücher zu lesen als meine eigenen, und mich analytisch damit auseinanderzusetzen – und zwar auch in Genres, die ich sonst vermutlich weder lesen noch schreiben würde. Schon mehr als einmal ist mir, während ich einer Autorin einen Ratschlag gab, der Gedanke gekommen, dass ich diesen vielleicht auch selbst mal beherzigen sollte, und dass Anreize aus mir eher fremden Genres meine Geschichten unerwartet bereichern können. Die eigenen Texte so strukturiert zu betrachten, fällt mir oft schwer, aber das Lektorieren hilft mir tatsächlich dabei. Außerdem ist es wirklich inspirierend zu beobachten, wie andere Autor*innen arbeiten, und mit welcher Energie und Liebe sie sich in ihre Texte stürzen, egal wie sperrig die auch manchmal sind. Plus, ich schätze auch die Arbeit meiner Lektoratskolleg*innen ganz anders. Gemeinsam Bücher zu machen ist einfach eine großartige, sehr befriedigende Sache.

6.Was macht dich stolz, bezogen auf deine schriftstellerische Karriere?

Stolz ist ja immer ein etwas schwieriges Wort, wie ich finde. Ich weiß, dass ich in vielerlei Hinsicht großes Glück hatte: Die beste Agentin für mich zu finden, ein fruchtbares Schreibumfeld zu haben, und mich selbst in finanziell schwierigen Zeiten auf einen doppelten Boden durch meine Familie verlassen zu können sind nur Beispiele dafür. Sehr viele großartige Menschen haben mich auf meinem Weg durch die Buchbranche begleitet und auf ganz verschiedene Weise unterstützt, und ich weiß sehr gut, dass ich es ohne sie niemals an den Punkt geschafft hätte, an dem ich heute bin. Aber in diesem Jahr feiere ich als Freiberuflerin mein 10-jähriges Jubiläum, und so lange durchgehalten zu haben trotz der oft widrigen Umstände; dass ich immer noch tue was ich mir seit meiner Kindheit gewünscht und erträumt und wofür ich Zeit meines Lebens gearbeitet habe, das ist womöglich etwas, auf das ich tatsächlich stolz bin.

Vor allem aber, und das ist mir wirklich viel wichtiger, als nur auf mich zu schauen, bin ich froh, inzwischen an einem Punkt angekommen zu sein, an dem ich nicht mehr nur nehmen, sondern auch geben kann. Ich bin an einem Punkt, an dem es mir möglich ist, Kolleg*innen, die noch mehr am Anfang ihrer Laufbahn stehen, oder denen vielleicht seit Jahren unverdient der eine nötige Trittstein zum nächsten Level fehlt, Hilfestellung zu geben. Ich kann Menschen miteinander vernetzen und Empfehlungen aussprechen. Ich kann meine Erfahrungen teilen und Ratschläge weitergeben, die mir selbst einmal geholfen haben, als ich an ähnlicher Stelle war. Mein Weg ist noch lange nicht zu Ende, ich will noch weit, weit laufen, aber nach allem, was ich an Unterstützung bekommen habe, nun auf diese Art etwas zurückgeben zu können, das macht mich vielleicht nicht stolz, aber doch sehr froh.

7.Angenommen, du würdest Remakes deiner früheren Romane herausbringen. Was würdest du heute ändern?

Tatsächlich stehe ich kurz davor, ein Remake meiner Debütveröffentlichungen „Die Blutgabe 1 & 2“ herauszubringen und habe im Zuge dessen die alten Druckfahnen zumindest im Groben überarbeiten dürfen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich in den letzten Jahren natürlich gewachsen und auch gereift bin, obwohl es mir manchmal vorkommt wie gestern, dass ich mein erstes gedrucktes Buch in der Hand hatte. Das betrifft Stil und Inhalt gleichermaßen, und vor allem auch den sprachlichen Umgang mit marginalisierten Minderheiten. Das ist – zum Glück, wie ich finde – in den letzten Jahren stärker in den öffentlichen Fokus gerückt, und damit auch die Möglichkeit, zu lernen und Dinge besser zu machen, die man aus Unwissenheit falsch gemacht hat. Für Band 3, den ich neu geschrieben habe, hatte ich das unglaubliche Glück, mit einer fantastischen Lektorin zusammenarbeiten zu dürfen, die auch Sensitivity Reading macht. Für Band 1 & 2 war das nun nicht möglich, dennoch habe ich getan was ich konnte, um auch dort die entsprechenden Stellen zu finden und besser zu formulieren. Diese Nachbearbeitung würde ich gern all meinen Romanen gönnen.

8.Gibt es bei dir Schubladenmanuskripte oder unveröffentlichte Projektideen? Worum geht es darin? Kannst du dir vorstellen, sie irgendwann noch zu veröffentlichen?

Ich habe schon vor meiner ersten Veröffentlichung viel geschrieben, und da gibt es einige Romane, die nun in der Schublade liegen, genau wie es manche Projekte gibt, die es nicht weiter als bis zur Idee oder einigen geschriebenen Seiten geschafft haben. Ebenso gibt es immer wieder Ideen, die ich eigentlich für aktuelle Romane entwickelt habe, die dann aber doch nicht reinpassten, obwohl sie zu gut sind, um sie ganz aufzugeben, und die deshalb in einer Liste landen, die „Worüber ich mal schreiben möchte“ heißt.

Diese Projekte sind genauso unterschiedlich wie die, die ich veröffentlicht habe, von sogenannter „Frauenbelletristik“ über historische Mystery und Fantasy-Kinderbücher bis hin zu Psychothrillern ist da alles dabei. Theoretisch könnte ich mir bei sehr vielen davon vorstellen, sie zu veröffentlichen, wobei ich jede einzelne wohl komplett neu schreiben würde, selbst die Romane, die ich schon einmal abgeschlossen hatte. Ich versuche das auch immer wieder, wenn ich mich mal wieder in eine der Ideen neu verliebe und am liebsten direkt damit loslegen würde. Dann schwalle ich meine Agentin damit zu, und die sagt dann entweder ja oder nein. Manchmal gelingt es sogar – „Niemand soll uns trennen“, das letztes Jahr bei cbt erschienen ist, war so ein Fall, und auch ein noch geheimes Projekt, das nächstes Jahr bei Piper erscheint, fällt in die Kategorie.

9.Welchen Tipp würdest du deinem früheren Autorinnen-Ich geben?

Einen Tipp, den ich vor einigen Jahren tatsächlich von einer erfahreneren Kollegin bekommen habe, und der mir womöglich viele Nächte voll Selbstzweifel im Gedankenkarussell erspart hätte, hätte ich ihn früher gekannt: Man darf in der Buchbranche nichts zu persönlich nehmen. Weder die guten noch die schlechten Dinge. Der Wind wechselt schnell seine Richtung, darum bleib so gelassen und integer wie möglich. Freu dich an den guten Tagen und mach das Beste aus den schlechten. Und vor allem vergiss nie, dass du tust was du liebst, und dass das fast alles wert ist, was noch so geschehen kann.

Vielen Dank!

Mehr Infos zu Anika Beer findet ihr auf ihrer Website oder ihren Profilen auf Twitter und Instagram.


Allgemein Interview Phantastik Schriftstellerei

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