[Gastartikel] Mut ist manchmal nur eine plüschige Pfote: Literarische Teddybären

Als ich mich gestern mit Fabienne unterhalten habe, hat sie mir vom Tod des Paddington Bear-Erfinders Michael Bond erzählt. Meine Erwiderung, den Bären nur vom Namen her zu kennen, war offenbar schockierend genug, um Fabienne zu einem längeren Beitrag über Teddybären aus der Literatur zu animieren. Und da ich Beiträgen über Teddybären selbstverständlich gerne eine Heimat gebe und Fabienne sogar eine Fußnote benutzt hat, gibt’s heute eine Premiere: einen Gastartikel von Fabienne Siegmund. Enjoy!


Mut ist manchmal nur eine plüschige Pfote

Vorgestern starb Michael Bond, der geistige Vater von Paddington Bear (und Verfasser vieler weiterer Romane). Mir wird Paddington immer besonders im Gedächtnis bleiben, denn die Geschichten gehören zu den ersten, die ich als Kind selbst gelesen habe und der kleine Bär mit seinem blauen Dufflecoat und dem roten Regenhut ist zu einem meiner drei Helden der Teddy-Welt geworden. Und so wird es Zeit, diesen drei Helden ein wenig Beachtung zu schenken.

Paddington

Er war mein erster Begleiter in der literarischen Teddywelt. Gefunden an einem Flughafen, begleitete er mich als Reiselektüre und ich spielte mit meinem eigenen Teddy seine Abenteuer an einem Strand Spaniens nach. So wurde er zu einem meiner ersten Freunde, die ich in den Bücherwelten fand. Dies ist auch der Grund, weswegen der alte Teddybär von Amelia May aus meinem Roman „Papierprinzessin“ (zu dem demnächst mehr verraten wird) ebenfalls Paddington heißt.

Washable

Einer der weniger bekannten Bären in der Literatur ist Washable aus „Der Teddy und die Tiere“ von Michael Ende. Benannt nach einem Etikett und ziemlich abgegriffen, besucht ihn eines Tages eine Fliege und stellt die Frage aller Fragen: Wozu bist du eigentlich gut? Washable macht sich auf den Weg durchs Tierreich, um die Antwort zu finden. Dabei reibt ihm jedes Tier unter die Nase, wozu es gut ist und der arme Bär bekommt viel Häme ab, weil er dies nicht kann oder jenes nicht tut. Doch am Ende findet er seine überaus wichtige Daseinsberechtigung heraus.

Pu

A.A. Milnes „dummer alter Bär“, wie Christopher Robin ihn zu pflegen nennt, ist bis heute meine Nummer 1, wenn es um Teddys in der Literatur geht und ich reise immer wieder gerne in den Hundertmorgenwald* zu Ferkel, Kaninchen, Eule und Co. Und auf beinahe jeder Reise finde ich wieder eine kleine Szene, deren Tiefe mir davor nie aufgefallen ist und die mir stets ein Lächeln schenkt. Oder einen Funken Mut. Oder mich an meine wunderbaren Freunde erinnert.

„Some people care too much. I think it’s called love.”

Fabienne_Siegmund_Teddy

*gemeint ist das Buch, nicht die zwar durchaus niedlichen, aber nicht zu vergleichenden Disneyfilme.

Allgemein Fangirlmodus Outside Tellerrand Phantastik

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