Maiansichten 2015

Diesen Monat hatte ich viele Blogbeiträge geplant und keinen realisiert. Na ja, passiert. Aber zumindest den Monatsrückblick bekomme ich noch hin 😉 Mit dem Mai ist endgültig die Con-Saison ins Rollen gekommen. Hanami, Dokomi, FedCon und Role Play Convention waren nur ein paar der Phantastik-Events, die der Monat zu bieten hatte.

Zumindest die Role Play Convention habe ich wie so ziemlich jedes Jahr seit 2009 wieder besucht (rechts das Beweisfoto :p). Ein „offizieller“ BericAlessandra_Reß_RPCht dazu ist auf dem Geisterspiegel online gegangen. Inoffiziell sei gesagt, dass mir dieses Jahr besonders viel Spaß gemacht hat. Nicht nur dank der tollen Konzerte und anderer lohnenswerter Programmpunkte. Sondern auch, weil sich mal wieder mehr Leute aus der Literaturecke hergewagt hatten, es daher (und darüber hinaus) viele nette Gespräche gab und sich nach den Regen-RPCs der letzten Jahre das Wetter von angenehmer Seite zeigte.

Eine etwas weiter zurückliegende Con ist die LonCon3, die letztes Jahr im September in London stattfand. In einem Panel berichteten dort Martin Sticker, Ju Honisch, Oliver Plaschka, Volker Tanger und Stefanie Zurek über deutsche SF und andere Phantastik. Was sie da erzählt haben, kann man inzwischen hier nachhören.

Und wenn wir ohnehin gerade bei englischsprachigen Links angekommen sind: Wenn man sich mit der Kombination aus Szene, Fandom und Phantastik auseinandersetzt, gehört der Medienwissenschaftler Henry Jenkins zu jenen Autoren, um die man nicht herumkommt. Ich muss zugeben, dass ich seine Bücher in wissenschaftlicher Hinsicht immer als etwas beliebig empfand – aber sie zu lesen, hat zweifellos Spaß gemacht. An der University of Southern California hat er kürzlich an einem Event rund ums Thema „Cyberpunk: Past and Future“ teilgenommen. Einige Videos dazu kann man auf Jenkins‘ (ohnehin lesenswerten) Blog ansehen.

Apropos Cyberpunk: Bereits seit März kann man im Theater Saarbrücken Dicks „Blade Runner“ als Theaterstück erleben. Noch bis Mitte Juli gibt es mehrere Veranstaltungen; wer in der Umgebung weilt, sollte sich das mal anschauen.

Ebenfalls weiterhin auf Phantastik setzt das Odysseum in Köln, das zuletzt mit der Harry Potter-Kulissenausstellung von sich reden machte. Seit dem 22. Mai läuft hier nun die „Star Wars-Identities“-Ausstellung. Einen Bericht dazu gibt’s z.B. hier.

An dieser Stelle noch ein Nachtrag: Star Wars-News gibt es nämlich auch beim von mir hochgeschätzten Kenneth C. Flint. Bereits 1993 sollte von dem nämlich der Star Wars-Roman „The Heart of the Jedi“ erscheinen, der aber dann doch nie das Licht der Welt erblickte. Im Laufe der Jahre hat Flint immer mal Teile des Romans auf Facebook veröffentlicht und seinen Lesern auch angeboten, ihnen das Manuskript zu schicken. Inzwischen lässt es sich hier komplett lesen.

Neuigkeiten gibt’s außerdem vom E-Mag „Film und Buch“, dessen zehnte Ausgabe im Mai erschienen ist, das gleichzeitig seinen dritten Geburtstag feierte und im Mai auch noch eine Sonderausgabe zu japanischen Horrorfilmen und ihren US-Remakes herausgebracht hat. In Ausgabe Nr. 10 berichtet Alexander Pechmann über „Die Gespenster des Henry James“, Max Pechmann widmet sich dem US-Horrorfilm der 1980er, Sabine Schwientek lässt die Heftromane der 1970er Revue passieren und ich lasse mich über meine Ansichten zur Rolle der Musik in der phantastischen Literatur aus. Feedback ist gerne gesehen ;D

Ansonsten wurden über die üblichen verdächtigen Netzwerke mal wieder munter Aufrufe zum Voting für den Deutschen Phantastik Preis verbreitet. Noch bis zum 7. Juni kann man für den Publikumspreis abstimmen, der alljährlich im Oktober auf dem BuCon vergeben wird. 2014 war für mich ein Jahr, in dem ich relativ wenige Neuerscheinungen gelesen habe. Als besten deutschsprachigen Roman kann ich aber guten Gewissens „Der Herr der Schwarzen Schatten“ von Cairiel Ari empfehlen. [//Eigenwerbungs-Modus an] Ich fürchte, ich habe 2014 wenig herausgebracht, was eine Chance auf den DPP hätte – besonders, da immer noch nicht so ganz durchgekommen ist, dass man auch Einzelartikel nominieren kann. Wenn ihr aber ein Werk nominieren mögt, an dem ich teilgehabt habe – bspw. das Magira-Jahrbuch 2014, die Film und Buch 9, die ohneohren-Anthologie „Liebe zwischen Welten“ oder die p.machinery-Antho „Goldene Märchen aus dem Schloss“ – freut mich das natürlich! [//Eigenwerbungs-Modus aus]

In der zweiten Maihälfte erreichte die Phantastikszene leider zwei traurige Nachrichten: Am 20. Mai ist Crossvalley Smith verstorben, der u.a. für die Verlage Amrûn, Saphir im Stahl, Atlantis und Fabylon Coverillustrationen erstellte. Mit Tanith Lee ist zudem am 24. Mai eine der wohl berühmtesten britischen Fantasy- und Sci Fi-Autorinnen verstorben. Zu ihren bekanntesten Büchern zählten die Flat Earth- und Tanaquil-Romane.

Monatsansichten Phantastik

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